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Geld für Microlending - Die Quellen der MONEX-Darlehenssicherungsfonds
Mit 30.000 € der Landeshauptstadt Stuttgart konnte MONEX Anfang Juli 2003 seinen vierten Darlehenssicherungsfonds auflegen und das insgesamt zur Verfügung stehende Kapital auf 101.000 € erhöhen. Neben dem Darlehenssicherungsfonds der Stadt kann das Existenzgründerzentrum Stuttgart (EXZET) auf den Fonds der Deutsche Bank Stiftung Alfred Herrhausen Hilfe zur Selbsthilfe (25 T€), den Fonds einer Privatperson (5 T€) und einen eigenen Fonds (41 T€) zurückgreifen.
Mit der Unterstützung dieser Fonds konnten zwischenzeitlich 13 Existenzgründungen finanziert werden.
Die Bereitschaft öffentlicher Einrichtungen sich an einem derartigen Vorhaben wie MONEX zu engagieren steigt, wenn dort der Eindruck entsteht, dass das Vorhaben von einer breiten Basis getragen wird. Deshalb war es auch der erste Schritt im EXZET, den ersten MONEX-Darlehenssicherungsfonds aus eigenen Kräften aufzubauen. Das hieß, beim Start von MONEX die Mitglieder des Vereins sowie das nahe Umfeld anzusprechen und von MONEX zu überzeugen. Dieser Schritt brachte neben den ersten Geldern, die für MONEX-Darlehen zur Verfügung standen, zwei weitere Effekte. Zum einen wurde durch die Gespräche und die Diskussionen das Profil von MONEX geschärft, zum anderen wurde MONEX in der Organisation des EXZET umfassend kommuniziert, was wiederum zu einer hohen Identifikation mit dem neuen Produkt führte. Mit dieser ersten Aktivität wurden 6 T€ akquiriert, der Startschuss für den ersten MONEX-Darlehenssicherungsfonds war gefallen und die ersten beiden Darlehen konnten vergeben werden. Darüber hinaus führte dieser Betrag zu einem Schneeballeffekt.
Auf der Grundlage dieser "Success-Story" konnten weitere Sponsor/innen angesprochen werden. So konnten im nächsten Schritt die Breuninger Stiftung, die E. Breuninger GmbH & Co., die Baden Württembergische Bank und die GLS Gemeinschaftsbank eG, gewonnen werden, mit denen es möglich war, die Mittel des Fonds auf 41 T€ zu erhöhen und damit die Möglichkeiten des eigenen Fonds auszuweiten. Aus diesem EXZET-eigenen Fonds wurden zwischenzeitlich 8 Gründerinnen und Gründer finanziert.
Die Arbeit am EXZET zeigte noch eine weitere Möglichkeit, sich für MONEX zu engagieren. Neben nicht rückzahlbaren Zuwendungen wurde die Möglichkeit geschaffen, Gelder als rückzahlbares Risikokapital zur Verfügung zu stellen. Dabei hat ein Mitglied des EXZET einen eigenen MONEX-Darlehenssicherungsfonds aufgelegt und aus diesem die Gründung eines Vorhabens finanziert. Die Mittel stehen dem EXZET treuhänderisch zur Verfügung und werden vom EXZET nach Rücksprache mit dem Mitglied in Form von MONEX-Darlehen ausgereicht.
Die Mittel der "Deutschen Bank Stiftung Alfred Herrhausen Hilfe zur Selbsthilfe", ebenfalls in Form von Treuhandvermögen dem EXZET zur Verfügung gestellt, zeigen noch eine weitere Möglichkeit, mit MONEX-Darlehenssicherungsfonds sich sozialpolitisch zu engagieren. Dieser Fonds dient ausschließlich den Existenzgründungen im Segment der unter 30-jährigen.
Entsprechend dieser Konstruktion wurde auch der Fonds der Stadt Stuttgart konzipiert. Dieses Kapital dient der Finanzierung von Gründer/innen, die ihr Existenzgründungsvorhaben in Stuttgart starten.
Die Ausführungen zeigen, dass es mit MONEX gelungen ist ein flexibles Modell zum Aufbau von Darlehenssicherungsfonds zu entwickeln. Damit wird es möglich sein, noch weitere Investor/innen für Gründungsvorhaben zu gewinnen.
Genauere Informationen und Übersichten finden Sie im MONEX-Magazin, das kostenlos als pdf-Datei bezogen werden kann, von: Bernhard.Kulisch@web.de
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